Häuser als weiße Würfel
Olhão, Fischerortschaft im Herzen der Algarve, wird aufgrund der Gebäude in Form von übereinanderliegenden Würfeln, die aus dem 18. Jh. stammen, kubistische Stadt genannt.
Die weißen Häuser mit den arabisch inspirierten Terrassen und die grauen und blauen Einfassungen sind der Stolz der Stadt. Das Viertel Barreta, in der Nähe der Stadtmärkte, besitzt eine Architektur mit Dachterrassen, Terrassen auf verschiedenen Ebenen, Türmen und Veranden, die durch ihre eigentümliche Geometrie charakterisiert wird und die man unbedingt weiter bewahren möchte.
Die Dachterrasse, häufig an der algarvischen Küste, aber besonders oft in Olhão zu sehen, entspricht dem Wunsch nach weiten Ausblicken, aber auch der Notwendigkeit eines privaten Raums. Auf diesen Terrassen werden Früchte und Fisch getrocknet und außerdem dienen sie in den heißen Sommernächten zum Ausruhen.
Diese Häuser wurden jedoch erst ab dem 18. Jh. erbaut. Die Einwohner von Olhão wurden durch den permanenten Kontakt mit den Menschen aus Marokko inspiriert. Sie begannen ihre Häuser auf eine ähnliche Art wie diese zu bauen und verwendeten die kubischen Formen sowie den Kalk. Die Gewinne aus der Fischerei ermöglichten das Wachstum der Ortschaft und im Jahr 1790 wurden die Holzhütten der Fischer in quadratische Häuser mit Zackenwerk verzierten Kaminen und Dachterrassen umgewandelt.


